DIE VOB


Vergabe- und Vetragsordnung für Bauleistungen
kennt wohl Jeder, der im weitesten Sinn mit Bauen zu tun hat. Die VOB hat 3 Teile.
VOB A beinhaltet Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen und betrifft öffentliche Auftraggeber
VOB B beinhaltet die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen und damit auch den Privatbereich.
VOB C beinhaltet die Allgemeinen technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen. Damit sind auch die DIN-Normen gemeint, die für eine Vielzahl von Bauleistungen, z.B. Erd-/Betonarbeiten, Dachdeckerarbeiten u.s.w. gelten.
Wer heute einen Vertrag für bestimmte Bauleistungen abschliesst, wird in der Regel bei dem Punkt Gewährleistung oder Garantie mit der VOB konfrontiert.


Ein WICHTIGER HINWEIS für beide Seiten:
Die VOB kann nur wirksam vereinbart werden, wenn der Auftraggeber den Inhalt von VOB B erhalten hat und den Erhalt quittiert (nach Durchsicht).
Zu beachten ist dabei 1. der Unterschied Gewährleistung nach BGB oder VOB, 2. der Unterschied Gewährleistung oder Garantie.
Die Gewährleistung nach BGB beträgt fünf Jahre. Eine Verkürzung ist nicht möglich.
Die Gewährleistung nach VOB beträgt zwei Jahre. Eine Verkürzung durch AGB ist im Verhältnis Verbraucher/Unternehmer nicht möglich, im Verhältnis Unternehmer/Unternehmer schon.
Bei Gewährleistung haftet der Auftragnehmer für Folgeschäden eines Mangels, wenn er diesen Mangel verschuldet hat.
Bei Garantie haftet er auch für Folgeschäden eines Mangels, die er nicht verschuldet hat.
Entscheidend für den Fristablauf ist der Zeitpunkt der Abnahme.
Ich bin kein Rechtsexperte und möchte ausschliesslich darauf hinweisen, dass bei einem oft so wichtigen Kapitel im Leben, wie dem Hausbau, eine umfangreiche Information unerlässlich ist. Zudem ändern sich Gesetze, wie auch deren Auslegung durch Gerichte ständig.