KOMPOST

spielt für den Ertrag und die Gesundheit bei Gemüse, Obst und Kräutern eine wichtige Rolle. Grundsätzlich kann Kompost überall im Garten verwendet werden.  Kompostierbares Material fällt in unterschiedlichen Mengen in jedem Garten an. Was ist eigentlich Kompost? Kompost entwickelt aus organischen Abfällen ein humusreiches Rotteprodukt, vergleichbar der Humusbildung im Boden. Ausgangspunkt für eine sinnvolle Verwendung von Kompost ist eine Bodenanalyse.Die meisten Gartenböden sind ausreichend mit Phosphat und Kali versorgt , letzte Klarheit bringt aber nur die Bodenprobe.
Eingearbeitet wird Kompost in unterschiedlichen Mengen in:
Gemüsebeet, ca. 3 l/qm
Stein- und Kernobst, ca. 4 l/qm, zusätzlich Hornmehl
Beerenobst, ca. 2 l/qm, zusätzlich Hornmehl
Rasen, ca. 2 l/qm, zusätzlich jedoch stickstoffhaltige Dünger
Ziergehölze, ca. 1 l/qm
Stauden nur sehr zurüchaltend mit Kompost düngen
Ausnahme sind sog. Prachtstauden wie Pfingsrosen und Rittersporn
Rosen, ca. 3 l/qm in den Anfangsjahren, danach reduziert einsetzen
Balkonpflanzen, ca. 30 % Mischanteil
Kübelpflanzen, ca. 30 % Mischanteil

Generell kein Kompost bei säureliebenden Pflanzen, da der Ph-Wert doch relativ hoch ist.

Kompost wird durch stickstoffhaltige Dünger, wie z.B. Hornmehl ergänzt.
Ich will hier nicht das Rad neu erfinden. Die LWWG Bayern stellt zahlreiche Informationsschriften zu Düngung und Kompost unter:
zur Verfügung. Sie können als PDF heruntergeladen werden.
Komposter
Angeboten wird vom Einfachmodell mit 4 Stangen und Holzlatten bis zum Thermokomposter. Kompost setzt sich von unten nach oben um. Der Komposter muss daher die Möglichkeit bieten, an das untere Material heranzukommen. Holzkomposter werden in der Regel im Stecksystem montiert. Da Holz sich ausdehnt, können die unteren Bretter oft nur mit Mühe entfernt werden. Hier bieten sich Komposter mit Metallgittern an. Da das Material regelmässig umgesetzt werden sollte, brauchen Sie entweder mind. 2 offene Komposter oder einen Thermokomposter. Thermokomposter erzeugen durch die Isolierung mehr Wärme und setzen das Material schneller um, sind aber in der Handhabung auch nicht einfacher.
Kompostplatz
Dieser sollte möglichst Halbschatten bieten, nach unten offen und gut erreichbar sein.Die „Optik“ lässt sich hinter einer kleinen Hecke oder einem Rankgitter gut kaschieren.
Aufbau
4 Elemente sind für die Entstehung guter Komposterde unerlässlich.
Sonne - bringt die erforderliche Wärme, aber eben auch nicht zu viel
Luft - sorgt für ein Wohlergehen des Mikroklimas und Kleinlebewesen
Wärme - wird durch Sonne, aber auch im Inneren erzeugt und beschleunigt den Prozess. Zu viel Wärme schadet eher.
Feuchtigkeit - sollte ausgewogen vorhanden sein. Staunässe verursacht Fäulnis, Trockenheit schadet dem Mikroklima.
Zusätze
Humus beinhaltet in der Regel schon Mikroorganismen und wird zwischen die Schichten massvoll eingearbeitet.
Algen-/Azetkalk wird auf die Einzelschichten „draufgepudert“.
Organischer Dünger, z.B. Hornmehl wird zur Anregung der Kleinstlebewesen eingearbeitet.
Fertigkompost, entweder käuflich oder aus dem eigenen bereits vorhandenen Kompost wird bei Neuanlage als Starter eingearbeitet.
Kompoststarter sind ein wirksames Mittel für den Anfang.
Bokashi
ist japanisch und bedeutet ungefähr „fermentiertes organisches Material. Der Reifeprozess verläuft hier allerdings völlig anders wie beim „normalen“ Kompost.
Hier wird das Material mit EM oder Bokashi-pulver geimpft, luftdicht verschlossen und im wesentlichen sich selbst überlassen.Durch die Arbeit der Mikrooraganismen entsteht dann Humus.
Humofix
Unter diesem Namen vertreibt die Abtei Fulda ihren Kompoststarter.
Impfstoffe
sind Brennessel, Beinwell, Ackerschachtelhalm und Löwenzahn
entweder kleingehäckselt als Beimischung oder als Jauche.
Im Kompost erwünscht
Alle organischen Materialien, einschliesslich z.B. Kaffefilter, Papier in Maßen.
Im Kompost unerwünscht
Speisereste (aus Hyienegründen und um „Verwerter“ wie Mäuse und Ratten fernzuhalten
Fremdteile, wie Plastik, Glas usw.
Samentragende Unkräuter, wurzelnde Unkräuter
Pflanzen mit Wurzel/-Pilzerkrankungen
Zweige mit Infizierung, z.B. Krebs oder Monilia.
Dies trifft im Übrigen auch auf die Entsorgung in der Biotonne oder dem öffentlichen Kompostplatz zu.