DIE PFLANZERDE

ist ein unumgänglicher Bestandteil für Umtopf- und Pflanzaktionen im Innen- und Aussenbereich. Angeboten werden unterschiedliche Inhaltszusammensetzungen, die sich auch im Preis ausdrücken können, sowie Spezialsubstrate. Diese sind beispielsweise für Kakteen, Orchideen und Moorbeetpflanzen erforderlich. Pflanzerde wird auch unter dem Begriff Blumenerde geführt. Pflanzerde im Aussenbereich sollte nur ergänzend verwendet werden, s.h. Das Pflanzloch.

Pflanzhumus, Rasenerde und Kompost wird auch von der AVA vertrieben, in Kleinmengen in der sogen. Kleinmengenannahme erhältlich.
Pflanzhumus besteht aus gesiebtem Oberboden und Kompost.
Rasenerde besteht aus gesiebtem Oberboden, Sand und Kompost
Kompost besteht zwangsläufig aus Kompost.
Zu Kompost ist einfach zu sagen, dass hier die angelieferten Bioabfälle, sowie gewerbliche Anlieferung von Landschaftspflege und Gartenrückschnitt verarbeitet werden. Was die Leute in die braune Tonne werfen, kommt zumindest teilweise wieder zurück.
Weitere Informationen unter: http://www.ava-augsburg.de/cms/ > Leistungen.

Bestandteil vieler Pflanz-/Blumenerden ist Torf. Torf wird bekanntlich aus den Mooren gewonnen und dazu einige Informationen. Unterschieden wird zwischen Hochmoor, das von Oberflächenwasser, wie Regen und Zuflüssen lebt und Niedermoor, das vom Grundwasser gespeist wird. Moore wurden aus unterschiedlichen Gründen entwässert oder abgebaut. Die Entwässerung diente zur Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen, der Torfabbau war natürlich mit einer Entwässerung verbunden. Torf wurde als Brennmaterial und als Isolierstoff verwendet. Moore wurden auch entwässert, weil sie den Inbegriff von Ödnis und Unzivilisiertheit darstellten. Moore waren den Menschen früherer Zeiten gerade im Herbst/Winter zutiefst supekt und sicher auch gefährlich.

Heute wird ein hoher Prozentsatz des Torfabbaues für den Gartenbau, gewerblich und privat, benutzt. Die bekanntesten Moore in unserer Gegend sind wohl das Schwäbische Donaumoos zwischen Donau und Badenwürttemberg, dem Leipheimer und Gundelfinger Moos auf bayerischer Seite, das Murnauer Moos, das Pfrühlmoos, das Staffelseemoor. Bei uns in der Nähe bei Hattenhofen befindet sich das Haspelmoor. Anmooriger Boden findet sich auch südlich der St. Afra Siedlung bei Friedberg.

Mehr Informationen zu heimischen Mooren finden Sie unter:
http://www.wagner-ugau.de/

Nach Angaben eines Artikels des WWF wurden in Westeuropa rd. 90% der Moorflächen zerstört. In Deutschland wurde der Abbau stark reduziert und Torf vorzugsweise aus Weissrussland importiert.


Wer sich für Torfersatzstoffe interessiert, findet ein ganz interessantes PDF-Dokument unter:

http://home.vrweb.de/gbv.lengdorf/m_torfersatz.pdf