ES HERBSTLT

Grammatikalisch falsch, in der Sache richtig.
Stauden verwelken, Blätter verfärben sich und fallen ab, den Rasen nochmal mähen und dann dröhnen sie wieder, die Häcksler und Laubsauger. Wer viel Energie und Zeit verballern will, verwendet einen Laubsauger als Sauger. Wer schon mal Profis gesehen hat, wird feststellen, dass Diese die Geräte fast ausschließlich als Bläser verwenden. Kein Wunder - da ist die Leistung wesentlich besser. Und dann ,ab in die Tonne?  Besser - ab auf`s Beet, ab unter die Hecke. Oder in eine ungenutzte Ecke. Kleinlebewesen, Kleintiere wie Igel bedanken sich.

Ein Häcksler mag ganz praktisch sein, wenn der Garten zu groß und die Biotonne zu klein ist. Das Material eignet sich wie Rindenmulch zum Abdecken von Staudenbeeten um die Pflanzen oder unter der Hecke als Unkrautschutz. Wer sich mit seinen Nachbarn versteht, kann auch über die gemeinsame Anschaffung entsprechender Geräte sprechen oder natürlich mit uns.

DER APFEL FÄLLT NICHT WEIT...
Das Sprichwort kennt jeder. Nicht jeder kennt jedoch auch nur einen Bruchteil der Apfelsorten, die es bei uns gibt. Und nachdem  sich nicht jeder zum Pomologen ( so was wie ein Obstsortenkundiger) entwickeln will, ein paar hilfreiche Adressen.

www.Obstbau-Kompetenzzentrum.de
www.Bund-Lemgo.de
www.Obstsortendatenbank.de
www.Obstgut-Bonhausen.de

 

 

 

Herbstzeit ist Pflanzeit
speziell für Wurzel- oder Ballenware. Pflanzen, die jedoch von Haus aus frostgefährdet sind, sollten besser im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden. Sie können dann bis zum Winter einwurzeln.
Ansonsten ist eigentlich Pflanzzeit, bis der Boden gefroren ist.

Rein in den Boden...
Die Zwiebeln von Narzissen (Osterglocken), Kaiserkronen, Tulpen, Krokussen, Schneeglöckchen, Herbstzeitlose (GIFTIG), Iris u.a.

Raus aus dem Boden...
Dahlien, Begonien, Gladiolen

Anmerkung: Ich kenne einige Gärten, in denen die Zwiebeln einfach drinbleiben und ohne "raus/rein" jedes Jahr wiederkommen.

 

herbst_im_garten-thumb
Herbst im Gartenbeet

 

Apropos Boden
Wie bei vielen anderen Themen auch, tobt ein heftiger Streit, ob der Boden für
Gemüsebeete umgegraben werden soll oder nicht - Stichwort Bodengare. Fakt ist
jedenfalls, dass sich in der oberen Erdschicht viele Mikroorganismen, in der darunterliegenden Schicht sich Regenwürmer,Larven/Puppen und anderes Kleingetier
befinden. Die werden durch Umgraben unversehens wahlweise nach unten oder oben befördert, was keinem wirklich gut tut. Ohne Puppen keine Schmetterlinge, ohne Schmetterlinge weniger Befruchtung usw. Fakt ist, dass ein schwerer lehmiger oder toniger Boden dadurch im Winter auffriert, jedoch bei Regen oder Belastung wieder verklebt und härtet. Besser ist es, den Boden mit einer Grabgabel zu belüften, oberflächig Kompost und leicht verrottbares Material einzuarbeiten. Schwere Böden z.B. mit Sand, Rindenhumus oder Kompostmaterial mischen.

Bäume und Sträucher nach dem Ablauben schneiden. Das verringert die Schnittmenge, die Architektur der Pflanzen ist besser sichtbar. Gehölze, die zum Zurückfrieren neigen, wie z.B. Rosen oder Sommerflieder werden höchstens eingekürzt, (s.h. auch Rückschnitt)

Rasendünger
Ca. Oktober ein letztes Mal düngen. Vor Wintereinbruch nochmals mähen.
(s.h. auch Rasen)

Gartengeräte reinigen und aufräumen, (s.h. auch Werkzeug)

Frostgefährdete Pflanzen
vor den ersten Frösten schützen.
Rosen und junge noch frostempfindliche Kletterpflanzen anhäufeln.
Hochstammrosen mit luftdurchlässigem Material einwickeln.
Kübelpflanzen und Pflanzen in Balkonkästen sind besonders gefährdet.Entweder frostfrei überwintern oder gut einpacken.

Immergrüne Pflanzen
verdunsten auch im Herbst/Winter weiter. Soweit es die Bodenverhältnisse zulassen, weiter giessen.

 

 

"Der Herbst ist die Jahreszeit, in der die Natur die Seite umblättert." (Pavel Kosorin)