PFLANZENGRUPPEN

Jede Pflanze findet im geeigneten Garten ihren Platz. Zur “Architektur” eines Gartens gehören auch die unterschiedlichen Grössen und Formen.
Bäume und Gehölze bilden das Grundgerüst für den Garten, Stauden lockern auf und überbrücken die “Blühlöcher” der Gehölze, Blumen dienen oft mehreren Zwecken, als “I-Tüpfelchen” und als Schnittblumen.
Die nachfolgende Aufteilung ist wohlgemerkt KEINE botanische Aufteilung, sondern dient einer Grundorientierung.
Fangen wir mit den Grössten an

Bäume
Eine 25 m hohe Blutbuche sieht wohl fantastisch aus, ist aber für den heutigen Kleingarten geringfügig überdimensioniert.
Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Hausbäumen für den kleinen Garten oder auch schmal wachsende Bäume.

Unterschieden wird zwischen Nadel- und Laubbäumen.

Gehölze/Sträucher
gehen vom Zwerggehölz bis zu Großsträuchern
Unterschieden wird zwischen  Nadel- oder Laubgehölz. Laubgehölze werden weiter in laubabwerfende und immergrüne Gehölze aufgeteilt.

Stauden
grob gesagt sind Stauden Pflanzen ohne Verholzung. Stauden können “Blumen” sein, die mehrjährig sind oder sich durch Selbstaussaat vermehren. Bei bestimmten Stauden gibt es eine “Grauzone”, da diese teilweise verholzen.
Einige Blumensorten gibt es auch als Stauden.

Blumen
entwickeln sich aus Samen (gut, tun die Anderen auch) , Zwiebeln und Knollen. Nur wird kein Mensch auf die Idee kommen, ein Päckchen Ahornsamen grosszügig in seinem Garten zu verteilen.

Samenpflanzen
Einjährige
blühen noch im selben Jahr

Zweijährige
bilden im ersten Jahr Triebe und Blätter, blühen aber erst im zweiten Jahr.

Zwiebel-/Knollenpflanzen
entwickeln eben aus ihrer “Speisekammer” die fertige Pflanze. “Nachkommen” bilden sich durch Brutzwiebeln.

Die gängigsten Zwiebelblumen:

Osterglocken, narcissus
oder Narzissen blühen von Februar/April (Wildformen und Zwergnarzissen) bis März/April, s.h. auch Narzissen

Krokusse, crocus
blühen im Februar/März, bestimmte Sorten im Herbst (Oktober). Ein möglichst sonniger Platz sollte ihnen sicher sein.

Gladiolen, gladiolus
G. byzantinus und G. X collvillei BZ Juni/Juli
alle anderen BZ Juli bis September

Hyazinthen, hyacintus
BZ April/Mai , giftig, oberirdische Teile bei Verzehr, Zwiebeln bei Berührung.
Gute Hummel- und Bienennährpflanze. Bei Kauf auf Freiland oder Zimmerkultur achten.

Schneeglöckchen, galanthus
g. nivalis BZ Januar bis März
g. elwesii BZ Februar, Halbschatten

Tulpen
Die schlechte Nachricht vorweg - Tulpen sind in allen Teilen giftig - mehr Infos unter: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/jahresbericht99-Dateien/typo3/index.php?id=279

Tulpenfreund/in kann wohl mit der Gefahr leben. Bei geschätzten 100 bis 150 verschiedenen Tulpensorten sei wieder mal auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen verwiesen.
Umfangreiche Informationen zur und rund um die Tulpe finden Sie auch unter:
http://www.gartendatenbank.de/wiki/tulipa-1_infos_tulpen

Lilien
Werden grob in zwei Gruppen unterteilt: Die Türkenbundlilien und die Trompetenlilien. Die Türkenbundlilien haben mehr kleinere, hängende Blüten, die Tropetenlilien haben grosse, z.T. trichterförmige Blütenkelche. Lilien brauchen einen gut drainierten Boden, dürfen aber nicht austrocknen. Die hochwachsenden Sorten sollten gestäbt werden.
Narzissen, narcissus
S.h. auch Osterglocken. Narzissen bevorzugen einen leicht sauren Boden, die Zwiebeln ähneln den Speisezwiebeln und können bei Verzehr zu ernsthaften Erkrankungen führen.
Weiterführende Informationen zu Narzissen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Narzissen

Übrigens hat auch Edgar Wallace unter dem Titel "Das Geheimnis der gelben Narzissen" einen seiner Krimis veröffentlicht, der 1961 verfilmt wurde ( mit Stars wie Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski, Ingrid van Bergen, Christopher Lee und anderen.

Veilchen, viola
Lt. Wikipedia gibt es rd. 500 Veilchenarten.
U.a. das Stiefmütterchen und das blaue Veilchen. Das holt man sich, wenn man mit Stiefmütterchen so richtig Zoff hat, gell. Usambara- und Alpenveilchen sind übrigens beleidigt, weil sie nicht zu den Veilchen gehören. Die Veilchen haben ein hartes Leben. Sie werden gegessen, zu Tee und in Parfüms verarbeitet. Daneben hat sich noch eine ganze Reihe von Dichterinnen und Dichtern am Veilchen "vergangen", (u.a. ein gewisser Johann Wolfgang von Goethe) s.h. auch: http://gedichte.xbib.de/_Veilchen_gedicht.htm
Kennen Sie den "Veilchendienstag"? Das ist der letzte Faschingstag (Faschingsdienstag). Der Fasching endet überhaupt sehr "blumig". Zurückgerechnet eben Veilchendienstag, Rosenmontag, Tulpensonntag und Nelkensamstag.
http://www.garten-literatur.de/Kalender/karneval.htm

Und dann gibt`s noch die Lungauer Veilchen mit dem kernigen Namen Viola Blood - Viola Heart - ein Fussballclub von Austria Wien. Glaubst Du nicht - musst Du kucken unter: http://www.lungauer-veilchen.at.lv/
Wer sich näher mit Knollen/Zwiebelblumen beschäftigen will, findet unter:
http://www.bio-gaertner.de/Pflanzenliste/453 ein reiches Betätigungsfeld.

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