AM ANFANG WAR DAS FEUER

das den Menschen ermöglichte, nicht nur ihre Nahrung zu braten, sondern auch Licht in das Dunkle zu bringen und wilde Tiere abzuschrecken. Spätestens mit Erfindung des elektrischen Lichtes, der Erfindung von Öl- und Gasöfen wurde der Gebrauch von offenem Feuer aus verständlichen Gründen zurückgedrängt. Trotzdem besteht die Sehnsucht, dem modernen Leben eine "archaische" Note hinzuzufügen. Offenes Feuer findet heute im Garten als Feuerstelle, in Feuerkörben, Feuerschalen oder Gartenkaminen seinen Platz.

Wer es eine Spur zivilisierter liebt, verwendet Wachs- oder Ölfackeln, Kerzen offen oder in Windlichtern. Schwimmkerzen auf der Wasserfläche verzaubern jeden Teich.

Elektrisches Licht spielt im Aussenbereich inzwischen eine grosse Rolle.
Ob als Eingangsbeleuchtung, Licht auf der Terrasse oder Wegbeleuchtung.

Zum praktischen Teil
Licht ohne Strom geht nur mit Solar. Licht mit Strom braucht eine Steckdose und Kabel. Optimal sind vom Haus aus schaltbare Stromquellen, um sich den Weg in den nächtlichen Garten zu sparen. Kabel, am besten Erdkabel, sollten in ausreichender Tiefe, möglichst zusätzlich in einem Schutzrohr, verlegt werden. Die genaue Lage dokumentieren und ein Stück über dem Kabel ein Warnband verlegen. Bei den Anschlussdosen für die Verbraucher auf entsprechende Schutzart gegen Feuchtigkeit oder Regen achten. Neben dem Einsatz normaler Glühbirnen in Gartenlampen, finden vielfach Spots Verwendung. Bisher in der Hauptsache mit Halogenleuchtmitteln, zunehmend jedoch mit LED`s. Speziell, wenn Kinder oder Tiere im Garten sind - Halogenspots werden extrem heiss.

Die Technik der Zukunft heisst wohl LED oder Solar. Inzwischen gibt es LED`s in allen möglichen Farben, Stärken und Formen. Aber auch die wollen verkabelt sein und werden in der 12 V-Version über Trafos mit Energie versorgt. Die sogen. Power-LED`s entwickeln eine beachtliche Leuchtkraft, aber auch entspr. Hitze. Die Solartechnik hat erfreulicherweise in Punkto Effizienz und Preis/Leistungsverhältnis einiges aufgeholt. Solarleuchten werden inzwischen auch mit Speicherelementen angeboten, die sie damit auch "nachttauglich" machen.

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beleuchteter Bachlauf
Zum gestalterischen Teil
Wer seinen Garten mit 1000 Wattstrahlern ausleuchtet wird 1. nicht viel Atmosphäre erleben, 2. werden die Nachbarn nicht unbedingt glücklich auf die Ausleuchtung ihres Schlafzimmerfensters reagieren. Kleinere Spots erzielen da wesentlich mehr Wirkung. Grundsätzlich wirkt Licht von oben offener und wohnlicher, Licht von unten bringt mehr Dramatik ins Spiel. Gerade mit Punktspots lassen sich zielgerichtet Highlights im Garten wie ein Solitärgehölz, ein schöner Findling, der Bachlauf usw. beleuchten. In der LED-Technik werden inzwischen Module angeboten, die sich in Mauern, Pflaster, Terrassen integrieren lassen und damit für völlig neue Lichtakzente sorgen.
Mitentscheidend ist dabei die Farbtemperatur, die in Kelvin (K) ausgedrückt wird. 2700 bis 3300 K ergeben einen warmen Weißton, ca. 5000 K ein helles Weiß, ca. 6000 K ähneln dem Tageslicht.LED-Spots werden teilweise mit kaltweiß oder warmweiß angeboten.

Womit wir beim Punkt Wasser und Licht wären.
Dass sich Strom und Wasser nicht gerade vertragen ist bekannt. Auf der sicheren Seite ist, wer mit einem 12 V-System arbeitet. Stromtechnik im oder am Wasser mit 220 V sollten auf jeden Fall über einen schnellen FI-Schalter abgesichert sein. Licht am oder im Teich bringt einen hohen Zugewinn an Atmosphäre in den Abendstunden. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Eine schöne Ecke des Teiches oder der punktuell angeleuchtete Wasserfall ist allemal interessanter, wie eine "Ganzteichbeleuchtung".


Nicht zuletzt nachtaktive Tiere werden es Ihnen danken, s.h. auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtverschmutzung

Eine ganz interessante Seite ist:  http://lichtsmog.bplaced.de
Wer das Ganze hochtechnisch angehen will, findet dort unter "Software" eine kostenlose Software, die sich mit der "Lichtintensitätsverteilung" beschäftigt. Wer allerdings in seinem Teich einen kleinen 20 W-Spot versenken will, wird darauf getrost verzichten.