DER MONDKALENDER

gehört wohl in die Kategorie, die in der Anwendung bei Gartenarbeiten und anderen Tätigkeiten umstritten ist. Wissenschaftlich nicht bewiesen  und trotzdem im Erfahrungsschatz einiger Menschen vorhanden. Im Internet befassen sich zahllose Seiten mit der spannenden Frage, ob ich mir lt. Mondkalender lieber heute die Haare schneide oder besser übermorgen mit dem Abnehmen anfange. Meine ganz persönliche Meinung ist, Dinge auszuprobieren, ohne mich zum "buchstabengetreuen" Sklaven machen zu lassen. Dies trifft auf den Mondkalender genauso zu, wie z.B. die Planung eines Feng-Shui Gartens.
Trotzdem:
Wenn Sie wissen wollen, ob Sie am, sagen wir mal, 15.Juni 2009 oder 2010 im Vollmond spazieren gehen können, erfahren Sie das unter:http://kalender-365.de/mondkalender.php

Das hat allerdings nichts mit dem Mondkalender zu tun. Der bezieht sich unter den Begriffen "aufsteigender" und "absteigender" Mond auf den Stand des Mondes im Tierkreis.
Allerdings spielen auch die "normalen" Mondphasen eine gewisser Rolle. Das sind die für jeden deutlich sichtbaren Lichtphasen des Mondes. Wenn wir mit dem Neumond anfangen, haben wir dann den zunehmenden Mond, dann den Halbmond, den Vollmond, den abnehmenden Mond und schliesslich wieder den Neumond.
Hier gibt es ein paar einfache Grundregeln, bezogen auf die Pflanzenwelt.
Bei abnehmendem Mond atmen die Pflanzen ein und konzentrieren ihre Kräfte im unteren Teil, sprich Knolle,Wurzel usw.
Bei zunehmenden Monde atmen sie aus und schieben ihren Saft in die oberen Teile.
Jetzt kommt auch noch die Sonne ins Spiel.
Von Sonnenaufgang bis Mittag atmen sie aus, ab Mittag wieder ein.
Zugeordnet werden die Pflanzen vier Gruppen.
Blattpflanzen
Dazu gehören die Pflanzen, deren Blätter wir verwenden, wie Salat, Kräuter, usw.
und Stauden/Gehölze, die wir wegen ihrer Blattform/-Färbung mögen. Auch die Gruppe der Immergrünen.
Wurzelpflanzen
Also die, deren unterirdische Früchte wir bevorzugen, aber auch die blühenden Zwiebel-/Knollenpflanzen.
Fruchtpflanzen
sind z.B. alle Obstpflanzen oder Gehölze mit Schmuckfrüchten.
Blütenpflanzen
Dazu gehören wiederum Zwiebel- und Knollengewächse, Heilkräuter, deren Blüte wir verwenden, Gehölze mit Zierblüten.

Aber zurück zum Mond.
Hier spielt die Umlaufbahn von Mond und Erde eine wichtige Rolle. Kann auch jeder selbst beobachten. Mal steht er hoch und beschreibt einen grossen Bogen, mal niedrig mit kleinem Bogen.
Lässt sich einfach merken:
Bei aufsteigendem Mond steigen die Säfte auf
Bei absteigendem Mond steigen die Säfte ab, ziehen sich zurück.
Hier kommen die Tierkreiszeichen ins Spiel. Sie stehen nämlich für bestimmte Zeiträume, Pflanzenteile, Elemente und Tage (Wärme-, Kälte,- Luft,- Licht, Wasser- Tag).
Pflanzengruppen und Elemente werden jetzt kombiniert.
Blattpflanzen und Wasserzeichen
Wurzelpflanzen und Erdzeichen
Fruchtpflanzen und Wärmezeichen
Blütenpflanzen und Luft-Lichtzeichen
alles klar?

Wer sich nicht mit Mondkalender und Co. beschäftigen möchte und trotzdem auf Nummer Sicher gehen, sollte dann die sog. Schwendtage berücksichtigen.
Das sind die Tage, an denen nach altem Volksglauben einiges schiefgehen kann. Aber beschränken wir uns hier auf den Garten, z.B. Pflanzung oder Rückschnitt.
2,3,4,18. Januar
3,6,8,16. Februar
13,14,15,29. März
19. April
3,10,22,25. Mai
17,30. Juni
19,22,28. Juli
1,17,21,22,29. August
21. bis 28. September
3,6,11. Oktober
12. November
Nur im Dezember können wir pflanzen, wann wir wollen...

Zumindest ganz interessante Erklärungs- und Anwendungsansätze liefert die Seite:
http://www.mondkraft.com/artikel/natur_pflanzen.php
So, und jetzt singen wir alle - "Der Mond ist aufgegangen, die güldnen Sternlein prangen...". Da kann man nix falschmachen.

Persönliche Anmerkung.
Mit den Mondeinflüssen habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt, aber man lernt ja nie aus. Aus vielerlei Gründen wurde altes Wissen und nicht nur hier über Bord geworfen und wird mühsam wieder zusammengetragen. Das alte Wissen ist nicht immer richtig, aber auch nicht immer falsch. Früher hing Erfolg, gerade in der Landwirtschaft, mit Wissen, Beobachtung und Erfahrung zusammen. Tut es eigentlich auch heute noch. Aus Büchern und Internet lässt sich sicher einiges lernen, nur Erfahrung wird dadurch nicht ersetzt. Erschwert wird das Lernen zusätzlich durch unterschiedliche Angaben, unterschiedliche "Mondkalender" u.ä. Wer sich also näher mit dem Thema beschäftigen will, muss sich einfach "durchwühlen".
Aus meinem Nichtwissen über das "Mondgärtnern" habe ich folgende Bücher zu Rate gezogen:
Vom richtigen Zeitpunkt von Johanna Paungger/Thomas Poppe 
Habe ich noch zu DM-Zeiten im Heyne-Verlag gekauft, aber nie richtig durchgelesen. Ist nun auch direkt unter:
http://www.paungger-poppe.com/
erhältlich.

Altes Gärtnerwissen wieder entdeckt von Inga-Maria Richberg, erschienen im BLV-Verlag, ISBN 978 - 3 - 8354 - 0216 - 4 , Vertrieb wohl über:
http://www.dlg-verlag.de/
Dieses Buch beschäftigt sich weit über das "Mondgärtnern" hinaus, um hier keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen. Es beschäftigt sich vielmehr mit altem Wissen um die Gärtnerei und das mit wirklich hilfreichen Tips.

Und jetzt ist bei mir gerade Monduntergang und Schluss.